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La Roche – La Berra 17./18. Juni 2023

Heisses Wochenende in La Roche – auf und neben der Strecke

Zwei Rennen im Wochentakt sind immer herausfordernd. Zum Glück lief der LobArt/Helftec-Honda in Hemberg problemlos, sodass danach keine grösseren Arbeiten anstanden. Am Freitagmorgen machte ich mich entspannt auf den Weg ins schöne Freiburgerland nach La Roche-La Berra.

Das Fahrerlager war für uns dieses Jahr an einem neuen Standort etwas abseits des Dorfes. Dank der Unterstützung von Marcel Maurer, hatte ich unseren Platz rasch eingerichtet und konnte mich am Nachmittag auf die Wagenabnahme und Streckenbesichtigung konzentrieren.

Samstag
Auf der Streckenbesichtigung am Samstagmorgen war es noch kühl. Es stand ein schöner Tag mit heissen Temperaturen an. Um 10.30 Uhr zum ersten Trainingslauf waren die Temperatur noch angenehm. Da das Fahrerlager dieses Jahr rund 1,5 Kilometer vom Start entfernt war, entschieden wir uns, den Rennwagen am Seil ins Startgebiet zu schleppen. So konnten Kupplung und Motor geschont werden. Dies klappte prima und die Funktionäre an der Startaufstellung waren zudem sehr hilfsbereit.

1. Trainingslauf

Der erste Start lief nach dem gewohnten Startprozedere. Trotz Traktionskontrolle fanden die Hinterreifen bis zur ersten Spitzkehre kaum Grip. Auch für der Rest der Strecke hatte ich Mühe, den LobArt auf der Strasse zu halten. Entweder passte die Strecke nicht zu Reifen oder umgekehrt. Über meine Zeit von 1.45.444 war ich demnach weder glücklich, noch überrascht.

Eric Berguerand (Lola F3000, 1.43.650), Robin Faustini (Osella FA30, 1.43.689) und Joel Volluz (Osella FA30, 1.45.379) fanden wohl mehr Grip und Traktion.

2. Trainingslauf

Mit anderen Reifen ging es im 2. Training die 3.5 Kilometer lange Strecke gleich um einiges flotter hoch. Wobei das Heck immer noch etwas nervös tänzelte. 1.42.855 war aber eine ordentliche Steigerung. Wobei auch Robin (1.41.025) und Eric (1.41.921) zulegen konnten. Joel (1.44.270) fiel hinter mich zurück.

3. Trainingslauf

Mit einigen kleinen Änderungen am Fahrwerk nahm ich den 3. Probelauf unter die Räder. Ich konnte mich um eine Sekunde (1.41.822) verbessern, was eine Sekunde schneller war, als der schnellste Rennlauf im Vorjahr. Berguerand (1.40.564) legte nochmals zu und Faustini (1.47.179) kämpfte mit der Technik. Für den Renntag war also wieder mal Spannung angesagt.

Wer findet über Nacht die meiste Zeit? Wir änderten die Getriebeübersetzung und analysierten ausgiebig die herausgefahrenen Daten.

Sonntag

Sonntagfrüh galt derselbe Zeitplan wie am Samstag. Sogar das Wetter war genauso sonnig, die Temperaturen jedoch bereits wärmer. Kurz nach zehn Uhr stand ich mit neuen Reifen, konzentriert an der Startlinie.

1. Rennlauf

Die Beschleunigung sowie der Grip in den ersten zwei Spitzkehren waren nicht ganz optimal. Danach ging es aber zügig durch die Kurven. Im Ziel stand 1.39.850 auf der Anzeigetafel, 0.129 Sekunden über dem Streckenrekord! Mir war sogleich klar, dass dies wohl nicht die Bestzeit bleiben wird. Dennoch überstand sie Joel Volluz (1.42.410) und auch Robin Faustini (1.40.270). Eric Berguerand, der als Letzter startete, überbot meine Zeit mit 1.39.128 zum neuen Streckenrekord. Es standen aber noch zwei Wertungsläufe aus.

2. Rennlauf

Da die Temperaturen gegen Mittag deutlich gestiegen sind, entschieden wir uns für eine etwas härtere Reifenmischung. Voll motiviert stand ich am Start. Bereits beim Startprozedere merkte ich, dass mit dem Ladedruckaufbau etwas nicht stimmte. Der Start zwar gelang gut, aber bereits im 3. Gang war der Vortrieb nicht mehr wie gewohnt da. Nach der ersten Spitzkehre hatte ich keine Power mehr. Sofort kontrollierte ich die Motordaten auf dem Display. Alles normal, kein Alarm, aber keine Motorleistung mehr. Vor der zweiten Spitzkehre brach ich meine Fahrt ab und hielt am Streckenrand. Die Streckenposten wendeten mich und der Vize-Rennleiter holte mich ab, zurück ins Fahrerlager um den Defekt zu beheben.

Die Zeiten waren tendenziell etwas langsamer, Eric 1.39.825, Robin 1.41.061, wobei Joel (1.41.767) etwas schneller wurde.

Der Fehler war schnell gefunden. Der Ladeluftschlauch zur Drosselklappe war abgerutscht. Ein Problem, dass wir bis zu diesem Zeitpunkt noch nicht kannten. Schade für den abgebrochenen Rennlauf. Glücklicherweise ist weiter nichts passiert und die Reparatur war schnell gemacht.

Zwischenzeitlich waren schwarze Wolken aufgezogen und wir entschieden wieder für eine weichere Reifenmischung. Als ich an der Linie auf meine Rennfreigabe wartete, musste das Rennen wegen eines Motorschadens eines Konkurrenten auf der Strecke unterbrochen werden und die Strasse gereinigt werden. Hiess, längeres warten und Unterbrechung in der Konzentrationsphase. Daher war dann wohl der erster Teil meines Laufs etwas zu unruhig.

3. Rennlauf

Die obere Hälfte passte soweit ganz gut. Als ich meine Zeit von 1.41.441 sah, begann die Zitterpartie. Eric war eh nicht mehr einzuholen, aber ich war gerade mal 4/100 Sekunden vor Robin. Dieser verpasste aber in 1.41.422 seine vorherige Zeit, womit ich sehr knapp den 2. Platz hinter Eric Berguerand sichern konnte.

Nach zwei Rennen steht es für Eric und mich nun unentschieden in der Schweizer Bergmeisterschaft, beide mit je einem Sieg inklusive Streckenrekord und einem 2. Platz mit 47 Punkten, vor Robin mit 34 Punkten. Die Saison ist aber noch nicht zu Ende.

Ausblick

Als nächstes stehen die zwei Rennen im Wallis auf dem Programm. Erst in Massongex, am 08./09. Juli 2023, dann in Ayent- Anzère, am 22.-23. Juli 2023.

Ich bin gespannt, wie sich die Meisterschaftssituation bis dahin entwickelt!

Bis bald…

Marcel

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