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Oberhallau 27./28. August 2022

Erster Streckenrekord mit dem Helftec-Turbo

Mein erster Streckenrekord in Oberhallau mit dem Helftec-Turbo! Dieser Rekord wurde jedoch 10 Minuten später durch Eric Berguerand, der als letzter gestartet ist, unterboten. Gratulation an Eric zu dieser Leistung!

Dies wäre die absolute Kurzfassung vom Wochenende…

Die geplante Aufhängungsmodifikation konnten wir leider wir in der Woche zwischen Les Rangiers und Oberhallau nicht umsetzen. Die Zeit für die Fertigung der neuen Teile war zu knapp.

Da wir in Oberhallau unseren Fahrerlagerplatz auf fix haben, reisten wir erst Freitagmittag an. Mit vereinten Kräften hatten wir den LobArt/Helftec-Honda gekonnt ausgeladen und das Zelt aufgestellt und eingerichtet. Die Wagenabnahme konnte erstmalig mit den Dokumenten in einem Durchgang als administrative- und technische Abnahme erledigt werden, ohne einen Kommissar am Auto zu haben. Nun lag der Fokus auf der Streckenbesichtigung.

In der Nacht auf Samstag kam der prognostizierte Regen leider dann doch. Immer wieder fing es an zu regnen. Der LobArt musste wohl oder übel auf Regenreifen und das dazu passende Set Up umgebaut werden. Zudem ereilte uns beim Motor warm laufen lassen ein kleiner Schreck. Der Alternator lieferte keinen Strom mehr. Die Fahrzeugbatterie musste gewechselt und zur Sicherheit noch eine zweite Batterie ins Auto gebaut werden. Nach dieser leichten Hektik konnte ich nun an den Start des 1. Trainingslaufs rollen.

Das erste Training

Meine Startposition mittig auf der Strasse war aber alles andere als optimal- die Räder drehten massiv durch beim Start, so dass ich nochmals vom Gas gehen musste. Als ich endlich in die Gänge kam, versuchte ich den Grip zu spüren und einige fast trockene Stellen auszunutzen. In 1:20.37 konnte ich die erste Laufbestzeit mit dem LobArt/Helftec-Honda realisieren, gefolgt von Eric Berguerand (Lola F3000, 1:21.32), Joel Volluz (Osella FA30, 1:24.69), Joel Burgermeister (Tatuus F4, 1:26.87) und Robin Faustini (1.27.17).

Durch den super Service von Helftec Engineering wurde der neue Alternator in der Mittagspause nach Oberhallau gebracht, vom Team Steiner in Windeseile eingebaut und so war wieder ausreichend Batteriespannung auf dem Auto für den 2. Probelauf.

Slicks bei einsetzendem Regen

Für diesen standen wir schon wieder Slick bereift bereit, als abermals Regen einsetzte. Alles wieder zurück auf „Anfang“. Diesmal war aber deutlich mehr Wasser auf der Strecke. So verpasste ich meine vorherige Zeit in 1:22.60 deutlich. Die Piste begann aber schnell wieder abzutrocknen, was den später startenden Single Seatern einen massiven Vorteil verschaffte. Eric (1:20.79) unterbot aber als einziger meine Zeit. Volluz, Faustini und Burgermeister fuhren alle 1.26-er Zeiten.

3. Training

Für das 3. Training hatten wir dann endlich auch etwas Wetterglück und durften noch eine Fahrt bei trockener Strasse absolvieren. Unser Set Up und auch die Übersetzung von Les Rangieres schienen gut zu passen. In 1:09.34 war ich zufrieden mit der ersten Bekanntschaft im Trockenen. Berguerand (1:08.45) legte noch einen drauf Joel und Robin konnten mit jeweils 1:11 nicht ganz mithalten.

Sonntag

Für Sonntag war zwar kein Regen mehr gemeldet, der Himmel war aber zunächst noch wolkenverhangen. Bereits in den ersten Startgruppen passierten einige Unfälle, wodurch der Zeitplan schon arg strapaziert wurde. Mit etwas Verspätung konnte ich dann mit fast neuen Reifen zu meinem 1. Rennlauf starten.

Meine Beschleunigung von 0-100 km/h war in 3.2 sec besser als die von Perez beim Formel 1 Start in Spa. Ich konnte einige Sachen aus der Analyse umsetzen, aber es schlichen sich auch ein-, zwei kleine Fehler ein. Im Ziel konnte ich einen neuen Streckenrekord in 1:07.97 aufstellen. Leider hielt dieser bloss etwa 10 Minuten, bis Eric Berguerand die Ziellinie in 1:07.56 kreuzte. Robin Faustini steigerte sich auf 1:09.47 und Joel Volluz auf 1:10.40.

2. Rennlauf

Ohne Veränderungen am Auto wollte ich im 2. Wertungslauf meine kleinen Fehler ausbügeln. Mir gelang eine gute Fahrt, wobei ich merkte, dass ich zu den engen Kurven heraus leicht zu spät am Gas war. Dies ergab lediglich eine Steigerung von 12/100 Sekunden. Eric stellte erneut einen Streckenrekord auf, welcher ihm aber wegen 6.5 Kg Untergewicht sogleich wieder aberkannt und er für diesen Lauf disqualifiziert wurde. Dies erfuhr ich aber erst nach Abschluss der Rennläufe. So führte ich, unwissentlich, das Klassement nach zwei Läufen an.

3. Rennlauf

Im 3. Rennlauf wollte ich nochmals an meine Leistungen anknüpfen. Bereits in der ersten ultraschnellen Rechtskurve mit über 200 km/h, spürte ich ein nervöses Heck. In der „Tarzankurve“ lenkte der LobArt widerspenstig ein. Dies ergab am Schluss 1:08.72, wobei Berguerand unter Zugzwang nochmals 1:07.70 hinlegte. Dies ergab für mich einen Rückstand in der Addition der zwei schnellsten Läufe von 0.56 Sekunden. Unsere harte Arbeit scheint sich langsam auszuzahlen.

Vielen Dank an mein Team und alle involvierten Leute die uns unterstützt haben!

Nächstes Rennen: Gurnigel

Nun steht bereits unser Heimrennen am Gurnigel (10./11. September 2022) und zugleich das Finale der Schweizer Bergmeisterschaft vor der Türe. Es würde mich und das gesamte Team Steiner Motorsport freuen, wenn wir, wie in dieser Saison gewohnt, vor rekordverdächtiger Zuschauerkulisse das Rennen bestreiten dürfen.

Bis dahin folgen auch weitere Modifikationen am LobArt/Helftec-Honda…

Bis bald…

Marcel

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