Das Team
Keiner fährt allein.
Im Ziel steht Marcel Steiners Name auf der Rangliste. Aber keiner dieser Kilometer wäre ohne die Menschen möglich, die hinter ihm stehen.

Kein Rennstall mit bezahlter Boxencrew.
Steiner Motorsport ist kein Profiteam. Mechaniker, Helferinnen und Helfer investieren ihre Freizeit, ihre Wochenenden und ihr Können — freiwillig, aus derselben Leidenschaft für den Bergrennsport.
Wenn es läuft, feiern alle. Wenn es nicht läuft, schrauben alle.
Ein Zahnrad fehlt. Das Getriebe steht.
Rennsport funktioniert nur, wenn vieles gleichzeitig stimmt: Fahrer, Technik, Vorbereitung, Organisation, Verpflegung, Transport — und manchmal ein Problem, das fünf Minuten vor dem Start noch gelöst sein muss.
Jeder im Team hat seine Aufgabe. Nicht jede ist sichtbar. Aber wenn eine fehlt, merkt man es sofort. Und wenn es darauf ankommt, muss jedes Zahnrad auch einmal unter Volllast funktionieren.
Der Kern.
Drei Steiner, drei Aufgaben.
Heinz Steiner
Teamchef · Rennfahrer von 1967 bis 1999
Er hat die Garage aufgebaut und den Rennsport in die Familie gebracht. Heute sitzt Heinz nicht mehr selbst im Auto — aber wenn es am Berg ernst wird, steht er an der Box.
Marcel Steiner
Fahrer · Automechaniker · Inhaber der Garage
Im Cockpit entscheidet er allein. Dass er dort überhaupt startet, ist Teamarbeit. Zwischen den Rennen arbeitet er mit der Crew an Abstimmung, Technik und Weiterentwicklung.
Marc Steiner
Manager · Betriebsökonom
Während Marcel fährt und die Mechaniker am Auto arbeiten, hält Marc zusammen, was daneben passieren muss — Organisation, Administration und alles, was ein Rennwochenende sonst noch verlangt.
Sie kommen nicht, weil sie müssen.
Kein Arbeitsvertrag verpflichtet sie, am Freitagabend Material einzuladen, am Samstagmorgen früh im Fahrerlager zu stehen oder am Sonntagabend nach einem langen Wochenende alles wieder heimzubringen.
Sie kommen, weil sie dazugehören wollen. Einige seit Jahren, einige seit Jahrzehnten. Jede und jeder mit eigenem Fachwissen, eigenem Charakter und eigener Aufgabe.

Stefan Etter · «Büben»
Mechaniker · Jahrgang 1979 · dabei seit 2006
«Ich bin der ruhige Pol und der analytische Denker. Für konsequente Bestleistungen braucht es menschliches Vertrauen und präzise Technik. Das fasziniert mich am Rennsport.»

Hans Trachsel · «Housi»
Automechaniker und Werkstattleiter · Jahrgang 1955
«Mich reizen schon seit Heinz’ Zeiten die internationalen Rennen, bei denen wir uns mit der EU-Elite messen. Da gehe ich gerne mit.»

Peter Sägesser · «Der Stift»
Jahrgang 1947
«Mich begeistert, junge Menschen im Motorsport zu fördern.»

Philipp Marti · «Flasher»
Automechaniker und Verkehrsexperte · Jahrgang 1982 · dabei seit 2023
«Motorsport in der DNA. Der Hansdampf in allen Bereichen. Immer zur Stelle, wo angepackt werden muss.»

Matthias Hänni · «Mättu»
Automobilfachmann · Jahrgang 1997
«Motorsport ist einfach geil. Ich geniesse die Atmosphäre an den Rennen und packe an, wenns mechanisch klemmt.»

Andreas Ostet · «Ändu»
Automechaniker · Inhaber Mago Automobile
«Bergrennen sind einzigartig: spannend, laut, schnell und voller bodenständiger Menschen. Ich gehe immer mal wieder gerne mit und unterstütze das Team.»

Tamara Pauli · «Hanni»
Jahrgang 1971 · dabei seit 2014
«Bei mir muss es immer ein wenig motoren: Ich halte die Mannschaft bei Laune, sorge fürs leibliche Wohl, packe an wo es brennt und geniesse die Zeit mit dem Team unterwegs.»
Bezahlt wird hier anders.
Mit Geld lässt sich der Aufwand hinter Steiner Motorsport kaum erklären. Die Crew investiert Freizeit, Ferientage, lange Abende und ganze Wochenenden — nicht weil jemand sie dazu verpflichtet, sondern weil sie gemeinsam etwas erreichen wollen.
Der Lohn ist ein Auto, das am Sonntagmorgen bereit am Start steht. Eine Zeit, von der vorher niemand wusste, ob sie möglich ist. Manchmal ein Pokal. Und ziemlich oft einfach das Gefühl: Wir haben das zusammen hingekriegt.
Wenn es zählt.
Einen Sieg gemeinsam zu feiern ist einfach. Ein Team zeigt sich, wenn am Samstagabend ein Problem gefunden werden muss. Wenn ein Teil nicht hält. Wenn nach Wochen Arbeit ein Rennen nach wenigen hundert Metern vorbei ist.
Dann wird nicht gefragt, wer schuld ist. Dann wird geschaut, was zu tun ist.
Ein halbes Jahrhundert dazwischen.
Der Älteste im Team ist Jahrgang 1947, der Jüngste 1997. Fünfzig Jahre Unterschied — und dieselbe Begeisterung, wenn der Motor startet.
Ohne sie geht es nicht.
Am Ende fährt Marcel über die Ziellinie. Aber bis er dort ankommt, haben viele Hände angefasst, viele Köpfe mitgedacht und viele Menschen einen Teil ihrer Freizeit dafür gegeben.
Steiner Motorsport trägt einen Namen. Es ist die Leistung eines ganzen Teams.
