Fahrzeuge
Der Stall.
Ein aktuelles Einsatzfahrzeug — und Rennwagen, die ein Stück Steiner-Motorsportgeschichte geschrieben haben. Vom heutigen Nova Proto bis zu Martini, Osella und LobArt: Einer kämpft um Hundertstelsekunden, die anderen stehen in der Halle. Jeder erzählt ein Kapitel.
Aktuell im Einsatz · Saison 2026
Nova Proto NP01
Mit dem Nova Proto bestreitet Marcel Steiner die laufende Saison. Ein kompromissloser Sportprototyp der Gruppe E2-SC — angetrieben vom Helftec-Honda-Turbomotor, den das Team seit 2020 mitentwickelt.

Helftec-Honda Turbo
Motor
1750 ccm
Hubraum
4, 4 Ventile
Zylinder
Hewland FTR-S, 6 Gang + R
Getriebe
560 kg
Gewicht
Der Nova ist das nächste Kapitel nach den Jahren mit dem LobArt. Chassis, Fahrwerk, Aerodynamik und Motor müssen als Einheit funktionieren — und genau daran arbeitet das Team zwischen den Rennen.
Mit diesem Auto unterwegs
Die laufende Saison.
Zuletzt
Oberhallau
29./30.08.2026 · SM
Ausfall
Im ersten Rennlauf gab die Kurbelwelle des Nova Proto auf. Damit war das Rennwochenende in Oberhallau vorzeitig zu Ende.
Als Nächstes
Les Paccots
19./20.09.2026 · SM


Rennwagen im Stall.
Heute nicht mehr im regulären Meisterschaftseinsatz — aber alles andere als vergessen. Jedes dieser Fahrzeuge hat Marcel über Jahre begleitet, Titel geholt oder eine technische Entwicklung geprägt. Und alle stehen noch in Oberdiessbach.
2016–2023 · Dreimal Schweizer Meister
LobArt LA01
Das Auto, das nicht aufgegeben wurde. 2016 kam Marcel damit in die Schweizer Bergmeisterschaft zurück und wurde auf Anhieb Vizemeister. 2017 und 2018 folgten die Titel — noch mit dem Mugen-Saugmotor.
Ab 2020 begann mit dem Helftec-Honda-Turbo im selben Chassis ein technisch anspruchsvolles Kapitel: zwei Jahre entwickeln, bauen, testen und nachbessern ohne Meisterschaftserfolg, 2022 der Vizemeistertitel, 2023 der sechste Schweizer Meistertitel.
Alle Jahre mit dem LobArt
- 2016 — Vizemeister
- 2017 — Schweizer Bergmeister, 3 Gesamtsiege
- 2018 — Schweizer Bergmeister, 3 Gesamtsiege
- 2019 — Vizemeister
- 2022 — Vizemeister, erstmals mit Helftec-Honda-Turbo
- 2023 — Schweizer Bergmeister, 4 Gesamtsiege, 2 Streckenrekorde
Helftec-Honda Turbo
Motor ab 2020
1750 ccm
Hubraum
Hewland FTR-S, 6 Gang + R
Getriebe
560 kg
Gewicht
2010–2013 · Zweimal Schweizer Meister
Osella FA30
Drei Liter V8 — und die dominanteste Phase in Marcels Karriere. 2010 kam der Osella neben dem Martini zum Einsatz, 2011 und 2012 gewann Marcel damit die Schweizer Bergmeisterschaft.
Alle Jahre mit dem Osella
- 2011 — Schweizer Bergmeister, 11 Gesamtsiege, 6 Streckenrekorde
- 2012 — Schweizer Bergmeister, 10 Gesamtsiege, 7 Streckenrekorde
In diesem Auto endete auch die stärkste Phase: 2013 verunfallte Marcel damit in Les Rangiers.
Zytek 3,0 Liter V8
Motor
ca. 475 PS
Leistung
Sadev SL-75, 6 Gang + R
Getriebe
575 kg
Gewicht
1999–2015 · Deutscher Meister, viermal Berg-Cup
Martini MK 77
Das Auto, mit dem vieles begann — und das die Geschichten von Vater und Sohn verbindet. Heinz Steiner wechselte 1997 mit einem Martini Mk77/BMW zurück zu den Rennsportwagen. Als er 1999 zurücktrat, übernahm Marcel und fuhr damit zuerst auf der Rundstrecke, ab 2004 am Berg.
Alle Jahre mit dem Martini
- 2005 — Sieger AvD-Sportwagen Berg Cup
- 2007 — Sieger Berg Cup, Vizemeister deutsche Bergmeisterschaft
- 2008 — Deutscher Bergmeister und Sieger Berg Cup, 6 Gesamtsiege, 5 Streckenrekorde
- 2009 — Sieger Berg Cup, Vizemeister deutsche Bergmeisterschaft, 6 Streckenrekorde
BMW 3,0 Liter
Motor
ca. 365 PS
Leistung
6, 4 Ventile
Zylinder
Hewland, 5 Gang + R
Getriebe
610 kg
Gewicht
Rennwagen im Stall
Caterham CSR
Ein völlig anderes Konzept als die Prototypen: wenig Gewicht, keine ausufernde Aerodynamik, ein sehr unmittelbares Fahrgefühl.
Cosworth 2,3 Liter
Motor
295 PS
Leistung
Quaife 60G, 6 Gang sequentiell
Getriebe
575 kg
Gewicht
Warum so verschiedene Autos?
Weil eine Karriere nicht mit einem Auto geschrieben wird.
Anforderungen ändern sich, Reglemente ändern sich, die Technik entwickelt sich weiter — und manchmal fängt man bewusst noch einmal von vorne an. Vom saugenden BMW-Sechszylinder über den Zytek-V8 bis zum heutigen Helftec-Honda-Turbo zeigen die Fahrzeuge im Stall auch, wie stark sich der Bergrennsport technisch verändert hat.
Gebaut und vorbereitet in Oberdiessbach.
Zwischen den Rennen wird das aktuelle Fahrzeug in der eigenen Werkstatt zerlegt, geprüft und weiterentwickelt. Viele der Rennwagen, die Marcel über die Jahre gefahren ist, stehen noch heute dort.
Das Team
Wer dahintersteht.
Vom Jahrgang 1947 bis 1997 — eine Familie und eine Crew, die seit Jahren zusammenhält.