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Rechbergrennen 26./28. April 2024

Ernüchterndes Wochenende am Rechberg


Es gab in letzter Zeit durchaus Rennberichte, die mir leichter zu schreiben fielen als dieser hier, des Saisonstarts am Rechberg (A) vom letzten Aprilwochenende.

Da wir nach den Tests in Bresse (F) bereits einige Modifikationen umgesetzt haben, reisten wir in der Nacht von Donnerstag auf Freitag top motiviert ins Östreichische Tulwitz. Bereits am Freitag früh mussten wir zur Wagenabnahme. Nach dem Frühstück bauten wir das Zelt auf und richteten den Fahrerlagerplatz ein. Danach genossen wir einen ruhigen Tag. Schon bald trafen unsere Freunde aus Italien mit einigen neuen Teilen ein, welche noch fertig angepasst werden mussten

Schnee und Sonne am ersten Trainingstag

Der Wetterbericht war auf jeden Fall auf unserer Seite. Der Schnee war gerade knapp geschmolzen und die Temperaturen durch in der Nacht nahe am Gefrierpunkt, während es tagsüber aber meist sonnig und angenehm warm war. So hatten wir perfekte Bedingungen für den Trainingssamstag.

Ich war sehr gespannt, wie sich die neue Aerodynamik auf der Bergstrecke anfühlt. Ich war sicher noch etwas vorsichtig unterwegs im ersten Trainingslauf, versuchte aber dennoch so gut wie möglich das Auto zu spüren. Die Laufzeit von 1.54.989 und Zwischenrang 6 war eher enttäuschend.

Das zweite Training

Für das zweite Training wurde auf einen anderen Frontsplitter umgebaut. Eigentlich fühlte ich mich wohler damit. Leider wurde ich in der Mitte der Strecke mit der roten Flagge angehalten, weil sich ein Fahrer vor mir gedreht hatte. Aus diesem Lauf konnten wir somit keine genauen Rückschlüsse ziehen.


Voll motiviert stellte ich mich zum 3. Probelauf an die Startlinie. Der LobArt/Helftec-Honda verhielt sich aber komisch und überhaupt nicht konstant, womit ich kein Vertrauen aufbauen konnte. In 1.51.220 rutschte ich auf den 9. Trainingsrang ab mit 7 Sekunden Rückstand auf die Bestzeit. Zudem war ich 1.5 Sekunden langsamer als letztes Jahr im Training. Dies war doch recht frustrierend für uns, da wir über die Saison 2023 erhebliche Fortschritte mit dem Fahrwerk gemacht haben.

Sonntag – Renntag

Am Sonntag machen wir einige minimale Änderungen an der Aerodynamik und montierten bessere Reifen. So versuchte ich mich an die neuen Gegebenheiten heranzutasten. Leider funktioniert die neue Aero nicht konstant. In einer Kurve war das Gefühl recht gut, in der nächsten fuhr sich der LobArt wieder komplett anders. Die bessere Zeit in 1.49.849 resultierte auch nur wegen der höheren Leistungsstufe. Der enttäuschende 9. Rang und 6.5 Sekunden Rückstand blieben.

Im zweiten Wertungslauf versuchte ich das Beste aus der Situation zu machen. Doch bereits nach dem Highspeed-Teil, beim Anbremsen der Zuschauerkurve hatte ich Benzingeruch im Auto wahrgenommen. Aus Angst vor einem erneuten Brand, stellte ich das Auto zwei Kurven später vorsichtshalber ab.

Dies war abermals ein verkorkstes Rechbergrennen für mein Team und mich. Zumindest konnten wir letztes Jahr die richtigen Schlüsse für den Rest der Saison daraus ziehen.

Bis bald…

Marcel

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