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Bergrennen Hemberg 08./09. Juni 2024

Kurzer Auftritt beim Saisonauftakt zu Schweizer Bergmeisterschaft

Wie bereits im letzten Jahr, war die Zeit wischen den Rennen am Rechberg (A) und Hemberg  turbulent. Es wurde viel diskutiert, die Gefühlslage schwankte hin und her und zuletzt war ein grosser Arbeitsaufwand nötig. Schlussendlich waren mein Team und ich aber zuversichtlich und motiviert, dass wir in Hemberg wieder bei der Musik mitspielen würden. Denn ab Pfingsten bauten wir den LobArt/Helftec-Honda wieder auf den gewohnt schnellen Stand von 2023 zurück.

Am Donnerstagabend konnten wir unseren zugeteilten Fahrerlagerplatz beziehen. Der Freitag war soweit entspannt mit dem Einrichten unserer Teambase. Nach der Wagenabnahme konnte ich die Strecke besichtigen und den Kurs in meinem Kopf auffrischen. Einzig der Wetterbericht war etwas ungewiss.

Genauso war es dann auch. Durch den Regen über Nacht, war die Strecke am Morgen in den Waldpassagen noch feucht. Da die Rückführung über die Strecke führte, waren wir beim Herunterrollen gleich auf dem neusten Stand. Etwas ungewohnt war der Umstand, dass ich als letzter in unserem Feld zum Start eingeteilt wurde.

Ich war sehr gespannt, wie sich der LobArt nun auf der Strecke anfühlen würde. Gleich wie letztes Jahr? Vielleicht sogar etwas besser? Doch direkt nach dem Start merkte ich, dass etwas nicht stimmte. Der Motor zog nicht wie er sollte, hatte im oberen Drehzahlbereich keine Leistung. Ich schleppte mich in 1.00.30 die Strecke hoch mit rund 5 Sekunden Rückstand auf die Spitze. Mit der Unterstützung von Helftec Engineering, machten wir uns an die Ursachenforschung. Wir konnten uns das Phänomen nicht erklären. Der Motor lief beim Test in Bresse und am Rennen in Rechberg einwandfrei. Anhand der Daten konnte auch kein offensichtlicher Defekt eruiert werden.

Mit viel Zuversicht startete ich zum 2. Trainingslauf. Leider lief der Motor immer nicht wie gewünscht und ich absolvierte die Fahrt mit gefühlten 120 PS.

Mein Team gab zusammen mit Helftec nochmals alles, um dem Leistungsmanko auf die Schliche zu kommen. Leider ohne nennenswertes Resultat. So machte eine weitere Teilnahme keinen Sinn und die Gefahr von Folgeschäden war zu gross. Somit mussten wir leider verfrüht zusammenpacken und uns von Hemberg verabschieden.

Ursachenforschung
Am Sonntag haben wir den Motor ausgebaut, konnten jedoch keinen offensichtlichen Defekt feststellen. Nun steht in den nächsten Tagen eine mechanische Überprüfung durch die Profis von Helftec Engineering an.

Nun, meine Saison 2024 wird weiterhin etwas ungewohnt verlaufen. Nach der spontanen Modifikation der Aerodynamik, dem anschliessenden Test in Bresse und dem Rennen am Rechberg und der Erkenntnis, dass die Aero nicht funktioniert. Nach vielen Diskussionen und langen Überlegungen, alles auf das Bewährte zurück, um gut gerüstet für die Schweizer Rennen zu sein. Dann der erneute Rückschlag durch den Motor und keine Punkte nach dem ersten Rennen.

Weil zwischen Hemberg und la Roche-la Berra bloss eine Woche lagen, fehlt mir nun auch dieses Resultat. Zudem werde ich nicht in Reitnau teilnehmen können, da der LobArt nun für drei Wochen in Italien weilt, um an drei Präsentationen vorgeführt zu werden.

Somit versuchen wir nun alle Probleme auszusortieren, um ab Ende Juli für die Rennen in Osnabrück, Saint-Ursanne, Oberhallau, Gurnigel usw. gut vorbereitet zu sein und möglichst noch einige Gesamtsiege einfahren zu können.

Bis bald…

Marcel

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