Oberhallau 30./31. August 2025 – Abflug in die Botanik
Nach St-Ursanne – Les Rangiers
Nach dem Rennen von St-Ursanne – Les Rangiers standen – abgesehen von dem mysteriösen Startproblem – keine unplanmäßigen Aufgaben an. Aber auch die Starts konnten wir perfektionieren. Dementsprechend konnten wir die Reise nach Oberhallau am Donnerstagabend entspannt angehen. In der Nacht beschäftigte uns der starke Regen noch etwas.
Ankunft in Oberhallau
Der Freitag war mehrheitlich sonnig und freundlich – genau richtig, um unseren Fahrerlagerplatz bei der Familie Beugger (wo wir bereits seit über 40 Jahren stehen) einzurichten. Das hatten wir relativ schnell erledigt, sodass genügend Zeit für die Streckenbesichtigung, die Wagenabnahme und einige Gespräche blieb. Das gehört schliesslich auch dazu.
Samstag – Trainingsläufe
Am Samstagmorgen absolvierte ich bei bewölktem Himmel eine kurze Joggingrunde mit Streckenbesichtigung. Bei der Tarzankurve konnte ich einige Autos beim ersten Trainingslauf beobachten.
Schon bald gings für mich an den Start. Ich war sehr gespannt, ob der Nova Proto/Helftec-Honda auch an der Steigung am Start so beschleunigen würde wie auf der heimischen, flachen Strasse. Das Beschleunigen von der Startlinie gelang wirklich gut, was auch die Sektorzeiten bestätigten. Bis zur Zwischenzeit vor dem „Reservoir“ konnte ich sogar die Bestzeit markieren. Leider bekam ich in der „Tarzankurve“ die rote Flagge gezeigt. Als ich meine Fahrt fortsetzen konnte, erreichte ich eine Laufzeit von gut 5 Minuten – und war damit ganz hinten in der Rangliste zu finden.
Da die Erkenntnisse aus dem ersten Training nicht aussagekräftig waren, rückte ich nochmals mit demselben Setup aus. Das Startprozedere verfeinerten wir weiter, was sich auf den ersten 30 Metern mit 0,1 Sekunden bemerkbar machte. Auch bis zum „Reservoir“ war ich in Front. Danach musste ich meinen Lauf erst richtig zusammensetzen. Dies gelang mir mit einer Zeit von 1.09.254 Minuten recht gut. Nur Robin Faustini (Nova Proto, 1.08.551) war schneller. Thomas Amweg (Nova Proto, 1.09.388) lag knapp hinter mir.
Im dritten Probelauf wollten wir wissen, was mit dem Nova in Oberhallau möglich ist, und montierten bessere Reifen und stellten den Anstellwinkel am Heckflügel steiler ein. Zudem musste auch ich meine Hausaufgaben machen. Ich war wohl zu ungestüm unterwegs und baute einige Fehler ein, die mich wertvolle Zeit kosteten. Zwar konnte ich mich um drei Zehntel verbessern, lag aber immer noch eine Sekunde hinter Faustini und zwei Zehntel hinter Amweg.
Sonntag – Rennläufe
Für die Rennläufe am Sonntag versuchten wir, alle guten Erkenntnisse aus den Trainings zu kombinieren. Der Start zum ersten Rennlauf gelang ausgezeichnet. Der Nova Proto/Helftec-Honda fuhr sich schnell und ruhig durch die erste Rechtskurve, sodass ich den Schwung auf die lange Gerade Richtung „Reservoir“ mitnehmen konnte. Auch dort ging der Nova sauber durch die Kurve – das Setup schien zu passen.
Dementsprechend wollte ich im Geschlängel zur „Tarzankurve“ voll attackieren. Doch in der letzten links Kurve vor der „Tarzan“, brach mir in der Kurvenmitte bei über 200 km/h plötzlich und unaufhaltsam das Heck aus. Das Auto drehte sich um 180° zur Fahrtrichtung, schlug rückwärts ins Bord ein und wurde in die Luft katapultiert. Rund 70 Meter neben der Strecke kam ich in der Wiese zum Stehen.
Dieser Abflug war sehr ärgerlich, denn zum ersten Mal war ich mit dem Nova konkurrenzfähig, und die Sektorzeiten waren vielversprechend.
Schäden und Ausblick
Nachdem ich mit dem Abschlepper ins Fahrerlager zurückgebracht wurde, begutachteten wir die Schäden. Einige waren sofort klar ersichtlich, bei anderen mussten wir genauer hinsehen. Mechanisch hätten wir den Nova Proto/Helftec-Honda wieder fahrbereit machen können. Doch Karosserie und Diffusor waren zu stark beschädigt.
Das Rennen von Massongex wurde am Donnerstag vor Oberhallau abgesagt. Daher bereiten wir den Nova nun optimal für das Heimrennen am Gurnigel am 13./14. September 2025 vor. Mein Team und ich freuen uns sehr auf dieses Rennen und darauf, viele bekannte Gesichter zu treffen.
Bis bald
Marcel










